Epstein Island Game installieren: Windows, macOS, Linux und die Warnungen beim ersten Start

Stand: 26.09.20266 Min. Lesezeit

Die Desktop-Fassung von Epstein Island Game ist ein Archiv, kein Installer: auspacken, Programm starten, spielen. Hängen bleiben die meisten nicht beim Entpacken, sondern an der Warnung, die Windows oder macOS beim ersten Start zeigt.

Hier steht, welche Datei zu welchem System gehört, was hinter SmartScreen und Gatekeeper steckt, wie du mit der Prüfsumme sicherstellst, dass die Datei unverändert ist, und wie sich die App danach selbst aktuell hält. Ob Browser oder Programm besser zu dir passt, klärt Browser oder Desktop.

Welche Datei zu welchem System gehört

Auf der Downloadseite liegt je System genau eine Datei, und ihr Name sagt schon fast alles: island, dann die Version, dann das System. Windows und macOS bekommen ein ZIP, Linux ein tar.gz. Einen Setup-Assistenten gibt es nicht, das Programm läuft direkt aus dem entpackten Ordner.

Die Dateien für Windows und Linux sind für 64-Bit-Rechner mit x64-Prozessor gebaut. Das macOS-Paket ist eine Universal-App mit Code für Apple Silicon und für Intel-Macs, du musst also nicht zwischen zwei Fassungen wählen.

Plane etwas Platz ein (Stand: Version 0.15.2-wasser): Das Linux-Archiv wiegt 209,2 MB, das Windows-ZIP 243,2 MB, das macOS-ZIP 310,9 MB. Entpackt belegt jedes Paket ungefähr das Doppelte, und nachgeladene Updates legt die App zusätzlich in ihrem Benutzerordner ab.

Was SmartScreen und Gatekeeper bei Island wirklich melden

Beide Warnungen haben denselben Grund: Den Paketen fehlt die Unterschrift eines bekannten Herausgebers. Island.exe trägt keine Code-Signatur. Die macOS-App ist nur ad hoc signiert, also ohne Apple-Entwicklerzertifikat, und nicht von Apple beglaubigt, im Fachwort notarisiert.

Windows reagiert darauf mit dem SmartScreen-Filter, den es bei neuen Programmen einblendet. macOS meldet „Apple konnte nicht überprüfen …“ und bietet gleich „In den Papierkorb legen“ an. Beide Sätze bedeuten: Das System kann nicht bestätigen, wer die Datei gebaut hat. Sie sagen nicht, dass in der Datei etwas gefunden wurde.

Ob die Datei unterwegs verändert wurde, prüfst du deshalb selbst, und das dauert keine Minute. Unter Linux gibt es für Island keine vergleichbare Sperre.

Sicher vorgehen: erst die Prüfsumme, dann freigeben

Bevor du eine Warnung wegklickst, vergleiche die SHA256-Prüfsumme. Auf der Karte deines Systems klappt „Nach dem Download“ auf, darin steht der Wert samt Knopf „SHA256 kopieren“. Die Summe gehört zum Archiv, also zur ZIP- oder tar.gz-Datei, nicht zum entpackten Programm. Prüfe deshalb vor dem Entpacken.

Stimmen beide Zeichenketten überein, ist deine Datei genau die, die auf dem Server liegt. Weicht sie ab, starte nichts daraus: Lade neu und gib dem Team Bescheid, so rät es auch die Downloadseite.

Gib danach nur dieses eine Programm frei. „Trotzdem ausführen“ und „Trotzdem öffnen“ gelten für Island, der Schutz für alle anderen Programme bleibt an.

  • Windows, in Eingabeaufforderung oder PowerShell: certutil -hashfile DATEI SHA256
  • macOS und Linux, im Terminal: shasum -a 256 DATEI
  • Für DATEI setzt du den vollen Namen ein, etwa island-0.15.2-wasser-windows.zip aus deinem Download-Ordner.

TippLade die Pakete nur über die Downloadseite, denn für eine Kopie aus einem Chat oder Forum gibt es keinen Vergleichswert.

Schritt für Schritt: Windows, macOS und Linux einrichten

Mit geprüftem Archiv sind es auf jedem System nur wenige Handgriffe:

  • Windows: Rechtsklick auf das ZIP, „Alle extrahieren“. Im Ordner Island, den das ZIP enthält, liegt Island.exe inmitten von mehr als tausend Dateien, die das Programm braucht, lass den Ordner also beisammen. Beim ersten Start blendet SmartScreen seinen Hinweis ein, ein Klick auf „Weitere Informationen“ legt den Knopf „Trotzdem ausführen“ frei.
  • macOS: Doppelklick auf das ZIP, Island.app starten und in der Meldung „Fertig“ wählen. Den alten Weg über Rechtsklick und Öffnen gibt es seit macOS 15 nicht mehr. Stattdessen gehst du in die Systemeinstellungen, Datenschutz & Sicherheit, scrollst ganz nach unten zu „Trotzdem öffnen“ und bestätigst mit deinem Passwort. Danach startet die App wie jede andere.
  • macOS per Terminal: xattr -dr com.apple.quarantine ~/Downloads/Island.app entfernt die Quarantäne-Markierung nur von dieser App. Liegt sie schon im Ordner Programme, passe den Pfad an.
  • Linux: tar -xzf mit dem Dateinamen entpacken, dann ./Island/Island aufrufen. Das Programm im Archiv ist bereits ausführbar, ein chmod brauchst du nicht.

Linux: was die Meldung zur SUID sandbox bedeutet

Unter Linux kann beim Start eine Meldung zur „SUID sandbox“ erscheinen. Der Grund steckt im Paket: Die mitgelieferte Hilfsdatei chrome-sandbox hat kein setuid-Bit. Für diesen Fall nennt die Downloadseite den Start mit ./Island/Island --no-sandbox.

Der Schalter tut, was sein Name sagt: Das Programm läuft dann ohne diese Sandbox. Nutze ihn deshalb nur, wenn die Meldung tatsächlich kommt, und nur mit einem Archiv, dessen Prüfsumme gestimmt hat.

Updates der Desktop-App: was nachlädt und was nicht

Die App fragt beim Start und danach alle 30 Minuten beim Server nach, ob es einen neuen Stand gibt. Findet sie einen, holt sie ihn still im Hintergrund, und zwar nur die geänderten Dateien. Jede davon vergleicht sie mit Größe und SHA256-Wert aus der Liste des Servers, bei einem Fehler versucht sie es bis zu dreimal.

Ist alles da, meldet eine Leiste unten links, das Update liege bereit und gelte beim nächsten Start. Mit „Jetzt übernehmen“ wechselst du sofort. Reißt die Verbindung ab, bleibt das Geladene liegen, und der nächste Versuch macht dort weiter. Ohne Netz spielst du mit dem Stand, den du hast.

Eine Grenze gibt es: Das Programm selbst, also die Hülle um das Spiel, aktualisiert sich nicht. Gibt es davon eine neue Fassung, zeigt die Leiste den Hinweis auf eine neue Programmfassung zum Herunterladen. Dann holst du das aktuelle Paket von der Downloadseite, vergleichst die Prüfsumme und richtest es ein wie beim ersten Mal.

Im Menü „Spiel“ stehen die Einträge dazu: „Nach Updates suchen“ (Strg+U, am Mac Cmd+U), „Update jetzt installieren“ und „Geladenes Update übernehmen“. Unter Windows und Linux ist die Menüleiste ausgeblendet, die Alt-Taste holt sie hervor.

TippBei schmaler Leitung startest du das Programm mit --kein-auto-update, dann sieht es nur nach und lädt nichts von allein.

Wenn die App nicht startet oder nach einem Update hakt

Island öffnet nur ein Fenster. Startest du das Programm ein zweites Mal, holt es das vorhandene Fenster nach vorn. Der Grund: Die App spielt über einen kleinen Server auf deinem Rechner, Adresse 127.0.0.1, Port 47311, und dein Dev-Profil hängt an diesem Port. Ist er belegt, weicht sie auf 47321, 47331 oder 47341 aus. Sind alle vier besetzt, öffnet sich kein Fenster.

Läuft nach einem Update etwas schief, hilft der Eintrag „Auf mitgelieferten Stand zurücksetzen“ im Menü „Spiel“. Er schaltet auf den Stand aus dem heruntergeladenen Paket zurück, denn der bleibt bei jedem Update erhalten. Einen unvollständig geladenen Stand erkennt die App auch selbst und fällt dann von allein auf das Paket zurück.

Hilft das alles nicht, schreib dem Team und nenne Betriebssystem, Version und was du zuletzt getan hast. Die Kontaktwege stehen in den häufigen Fragen. Wie weit das Spiel insgesamt ist, steht unter Entwicklungsstand.

Häufige Fragen

Warum warnt Windows vor Island.exe?

Weil die Datei keine Code-Signatur trägt und SmartScreen bei neuen Programmen seinen Hinweis zeigt. Vergleiche zuerst die SHA256-Summe des ZIP, dann führen „Weitere Informationen“ und „Trotzdem ausführen“ weiter.

Läuft die Mac-Version auf Apple Silicon und auf Intel?

Ja. Das macOS-Paket ist eine Universal-App und enthält Code für beide Prozessorarten.

Muss ich für jedes Update neu herunterladen?

Nein. Neue Spielinhalte lädt die App selbst nach. Ein neues Paket brauchst du nur, wenn die Leiste eine neue Programmfassung meldet oder du einen weiteren Rechner einrichtest.

Geht mein Spielstand bei einem Update verloren?

Die App tauscht beim Update nur Spieldateien aus. Solange Island ein Prototyp ist, kann ein alter Stand nach einem Update trotzdem unbrauchbar werden, das sagt das Team offen.

Weiterlesen