Inhalt
- Drei Arten von Akten, die oft verwechselt werden
- Die Entsiegelung von 2024, Charge für Charge
- Was die Berufungsgerichte zur Öffentlichkeit der Akten entschieden
- Wann was veröffentlicht wurde
- Die Vorladungen des Kongresses 2025
- Was in den Akten zur Insel steht
- Die zwölf Datensätze des Justizministeriums
- Was in welchem Bereich des Portals liegt
- Der Umfang in Zahlen
- Die fünf Gründe, aus denen das Gesetz Schwärzungen zulässt
- Was geschwärzt oder zurückgehalten wurde
- Die Schwärzungspannen vom Februar 2026
- Der Bericht nach Paragraf 3 und was darin steht
- Wie man selbst in den Originalen sucht
- Wer die Umsetzung prüft und welches Gesetz noch kommen soll
- Was die Akten nicht hergeben
- Kurzer Test zur Aktenlage
- Warum im Spiel keine Akten vorkommen
- Häufige Fragen
- Quellen und Belege
Das Wichtigste in Kürze
- Es gibt drei verschiedene Quellen: entsiegelte Gerichtsakten von 2024, Unterlagen des Kongresses aus 2025 und die Veröffentlichung des Justizministeriums nach dem Gesetz von Ende 2025 12,4,2.
- Das Justizministerium hat nach eigenen Angaben rund 3,5 Millionen Seiten veröffentlicht, dazu mehr als 2.000 Videos und rund 180.000 Bilder 2.
- Zur Insel enthalten die Datensätze unter anderem Baupläne, Fotos, Fahrtenbücher, Bootsfahrten und Reiseabsprachen 3.
- Rund die Hälfte des gesammelten Materials wurde nicht veröffentlicht, aus Gründen wie Opferschutz und Rechtsprivilegien 2,6.
- Nach der Veröffentlichung im Januar 2026 musste das Ministerium fehlerhaft geschwärzte Dateien zurückziehen 7.
Drei Arten von Akten, die oft verwechselt werden
Wenn von den Epstein-Akten die Rede ist, sind meistens drei verschiedene Dinge gemeint. Erstens die Entsiegelung von Gerichtsunterlagen: Anfang Januar 2024 gab ein Bundesgericht in New York Dokumente aus einem Zivilverfahren frei, das 2015 begonnen und 2017 verglichen worden war; die erste Charge umfasste mehr als 900 Seiten, und Little St. James wird darin ausdrücklich genannt 12.
Zweitens die Unterlagen des Kongresses. Der Oversight-Ausschuss des Repräsentantenhauses veröffentlichte am 2. September 2025 rund 33.295 Seiten, die er per Vorladung vom Justizministerium erhalten hatte 4, und am 8. September 2025 Unterlagen aus dem Nachlass, darunter das Testament und die Nichtverfolgungsvereinbarung von 2007 5.
Drittens die Veröffentlichung des Justizministeriums nach dem Epstein Files Transparency Act. Das Gesetz wurde am 19. November 2025 unterzeichnet und verlangte die Veröffentlichung binnen 30 Tagen 6. Am 19. Dezember 2025 begann die Freigabe, am 30. Januar 2026 folgte der große Schwung 9,2.
Diese Unterscheidung ist wichtig, weil die Quellen unterschiedlich zuverlässig zitierbar sind. Gerichtsunterlagen sind Parteivortrag, Behördenakten sind Behördenakten, und beides ist kein Urteil. Anklagen, Urteile und Vergleiche stehen in der Übersicht zu den Verfahren.
Die Entsiegelung von 2024, Charge für Charge
Die Papiere vom Januar 2024 stammen aus einer einzigen Zivilsache: einer 2015 in New York eingereichten und 2017 verglichenen Verleumdungsklage gegen Ghislaine Maxwell, Aktenzeichen 1:15-cv-07433. Die Zeitung Miami Herald hatte die Entsiegelung erstritten 12,15.
Den Ausschlag gab ein Beschluss vom 18. Dezember 2023. Die zuständige Bundesrichterin gab Dokumente frei, in denen zuvor als J. Doe anonymisierte Personen vorkommen, und setzte die Anordnung 14 Tage aus, damit Betroffene Rechtsmittel einlegen konnten. Die Doe-Nummern reichten nach Auswertung von CBS News von 3 bis 187, was nicht der Zahl der Personen entspricht 15.
Freigegeben wurde in Paketen: am 3. Januar 2024 mehr als 900 Seiten in etwa 40 Dokumenten, weitere am 4., 5., 8. und 9. Januar. Namen mehrerer Betroffener blieben versiegelt, viele andere waren durch das Strafverfahren gegen Maxwell 2021 längst öffentlich 12,15.
Es war eine Freigabe von Zivilakten unter Aufsicht des Gerichts, keine Veröffentlichung der Regierung 15. Wie daraus ein Erzählstrang wurde, steht in Epstein Island in Medien.
Was die Berufungsgerichte zur Öffentlichkeit der Akten entschieden
Der Rahmen entstand am 3. Juli 2019. Das Bundesberufungsgericht für den zweiten Bezirk hob im Verfahren Nr. 18-2868 Versiegelungsbeschlüsse auf und ordnete die Freigabe der im Eilverfahren eingereichten Unterlagen an 13.
Es stellte klar: Schriftstücke, die ein Gericht seiner Entscheidung zugrunde legt, tragen eine Vermutung des öffentlichen Zugangs, und jede Versiegelung braucht eine eigene Begründung. Fast ein Fünftel des Registers lag in dieser Sache unter Siegel 13.
Am 23. Juli 2025 bestätigte dasselbe Gericht im Verfahren Nr. 24-182 die Entsiegelungen teilweise und hob sie teilweise auf: Ob ein Schriftstück ein gerichtliches Dokument ist, entscheidet sich im Zeitpunkt der Einreichung, und ein Vergleich beendet die Zugangsvermutung nicht. Die Sache ging zur Prüfung Dokument für Dokument zurück 14.
Was aus dieser Zivilsache stammt, kam also in Wellen ans Licht. Die Daten in Reihenfolge stehen in der Zeitleiste zur Insel.
Wann was veröffentlicht wurde
Die Freigaben seit 2024, soweit sie für die Insel eine Rolle spielen.
Gerichtsakten entsiegelt
Ein Bundesgericht in New York gibt Unterlagen aus einem Zivilverfahren frei, beginnend mit mehr als 900 Seiten; die Insel wird darin genannt 12.
Vermerk von Ministerium und Bundespolizei
Ein unsignierter Vermerk hält fest, eine umfassende Prüfung von mehr als 300 Gigabyte Material habe keine Kundenliste und keine belastbaren Hinweise auf Erpressung Prominenter ergeben 8.
33.295 Seiten im Kongress
Der Oversight-Ausschuss veröffentlicht Unterlagen, die er per Vorladung vom Ministerium erhalten hat, geschwärzt zum Schutz von Opfern 4.
Nachlassunterlagen
Der Ausschuss gibt Unterlagen aus dem Nachlass heraus, darunter Testament, Adressbucheinträge und die Vereinbarung von 2007 5.
Gesetz in Kraft
Der Epstein Files Transparency Act verpflichtet das Ministerium, alle nicht eingestuften Akten binnen 30 Tagen durchsuchbar zu veröffentlichen, mit engen Ausnahmen 6.
Bilder von der Insel
Abgeordnete veröffentlichen Fotos und Videoaufnahmen der Insel, die Behörden der Jungferninseln 2020 angefertigt hatten 11.
Rund 3,5 Millionen Seiten
Das Ministerium veröffentlicht mehr als drei Millionen weitere Seiten, mehr als 2.000 Videos und rund 180.000 Bilder 2.
Bericht nach Paragraf 3
Die Generalstaatsanwältin und ihr Stellvertreter legen den vom Gesetz verlangten Bericht vor und listen die Kategorien des Zurückgehaltenen auf 6.
Innenrevision prüft
Die Innenrevision des Ministeriums kündigt eine Prüfung an, ob das Gesetz bei Sammlung, Schwärzung und Freigabe eingehalten wurde 10.
Die Vorladungen des Kongresses 2025
Der Oversight-Ausschuss des Repräsentantenhauses arbeitete 2025 mit Vorladungen. Die erste ging am 5. August 2025 an das Justizministerium und brachte die 33.295 Seiten vom 2. September 2025, geschwärzt für Opferidentitäten und Missbrauchsdarstellungen 4.
Eine zweite Vorladung vom 25. August 2025 richtete sich an den Nachlass und führte zur Freigabe vom 8. September 2025: Testament, Adressbucheinträge, die Nichtverfolgungsvereinbarung von 2007 und ein geschwärztes Buch von 2003 5. Am 12. November folgten rund 20.000 weitere Seiten aus dem Nachlass 26.
Für die Insel zählt ein dritter Vorgang. Abgeordnete baten am 18. November 2025 die Regierung der Jungferninseln um Material und veröffentlichten am 3. Dezember 2025 Fotos und kurze Videos der Anlage, die das Territorium 2020 für sein Zivilverfahren angefertigt hatte 11.
Die Zählungen gehen auseinander, weil das Material in Paketen kam: mehr als 150 Bilder und über ein Dutzend Videos nach einer Zählung, 73 Fotos und vier Videos nach einer anderen; Personen sind nicht zu sehen 11,27. Wo die Bauten stehen, zeigt Karte und Gebäude.
Was in den Akten zur Insel steht
Für diese Rubrik ist nur ein schmaler Ausschnitt interessant, und der ist gut beschrieben. Nach Auswertungen von CBS News und Al Jazeera enthalten die Datensätze von Dezember 2025 und Januar 2026 Material zur Liegenschaft Little St. James: Baupläne, Fotos, Fahrtenbücher der Insel, Protokolle von Bootsfahrten, Drohnenaufnahmen, Reiseabsprachen per E-Mail und Unterlagen zu Besuchen aus den Jahren 2012 bis 2019 3.
Dazu kommt ein Ermittlungsvorgang, der vorher unbekannt war: eine Untersuchung der US-Drogenbehörde vom 17. Dezember 2010 zu Überweisungen in den Jungferninseln und in New York 3,28.
Die Bilder aus dem Inneren der Anlage stammen aus einer behördlichen Dokumentation von 2020 und wurden am 3. Dezember 2025 von Abgeordneten veröffentlicht 11.
Wer in solchen Unterlagen auftaucht, dem ist damit nichts vorgeworfen. Ministerium und Medien weisen ausdrücklich darauf hin, dass Namen in sehr unterschiedlichen Zusammenhängen vorkommen, bis hin zu Presseberichten ohne Bezug zum Verfahren 6,3. Diese Rubrik nennt deshalb keine Namen aus Besucher- oder Fluglisten.
Gut zu wissenEin Name in einer Akte ist keine Beschuldigung. Diese Unterscheidung ist der häufigste Fehler in Beiträgen über die Akten.
Die zwölf Datensätze des Justizministeriums
Die Freigabe liegt nicht als ein Block vor. Das Portal des Ministeriums führt zwölf nummerierte Datensätze, dazu Bereiche mit Gerichtsakten, mit Material aus Informationsfreiheitsanfragen und mit früheren Freigaben 1.
Welche Kategorie in welchem Datensatz steckt, hat Al Jazeera aufgeschlüsselt 3. Für die Insel führen zwei Nummern weiter: Datensatz 11 mit Fluglisten, Finanzbüchern und Beschlagnahmeunterlagen, Datensatz 10 mit Bildern und Videos 3.
Vor dem Zugriff verlangt das Portal die Bestätigung der Volljährigkeit und warnt, dass trotz Prüfung personenbezogene Angaben durchgerutscht sein können; für Hinweise darauf nennt es eine eigene Mailadresse 1.
Was in welchem Bereich des Portals liegt
| Bereich | Inhalt |
|---|---|
| Datensatz 1 bis 8 | Vernehmungszusammenfassungen der Bundespolizei, Polizeiberichte aus Palm Beach 2005 bis 2008 3 |
| Datensatz 9 | E-Mails, interne Korrespondenz zur Nichtverfolgungsvereinbarung von 2008 3 |
| Datensatz 10 | Rund 180.000 Bilder, 2.000 Videos, stark geschwärzt 3 |
| Datensatz 11 | Finanzbücher, Fluglisten zur Insel, Beschlagnahmeunterlagen 3 |
| Datensatz 12 | Nachlieferungen, rund 150 Dokumente mit Prüfbedarf 3 |
| Gerichtsakten | Rund 50 Verfahren in Florida, New York und den Jungferninseln 1 |
| Informationsfreiheit | Freigaben von Grenzschutz, Bundespolizei, Gefängnisverwaltung, Florida 1 |
| Frühere Freigaben | Erste Phase vom Februar 2025, Videomaterial, Unterlagen aus dem Maxwell-Verfahren 1 |
Der Umfang in Zahlen
- veröffentlichte Seiten des Ministeriums
- rund 3,5 Millionen2
- insgesamt gesammelte Seiten
- mehr als 6 Millionen2
- Videodateien
- mehr als 2.0002
- Bilddateien
- rund 180.0002
- Datensätze im Portal des Ministeriums
- 123
- Seiten aus der Kongressvorladung vom September 2025
- 33.2954
- Anwälte und Prüfer im Sichtungsteam
- mehr als 5002
- zurückgehaltene Seiten nach Angabe vom Juli 2026
- rund 2,5 Millionen29
- davon allein wegen Rechtsprivilegien
- rund 200.00029
- gesetzliche Gründe für Schwärzungen
- 516
Die fünf Gründe, aus denen das Gesetz Schwärzungen zulässt
- Angaben zur Person von Opfern und deren persönliche Unterlagen
- A16
- Darstellungen von Kindesmissbrauch
- B16
- Material, das eine laufende Ermittlung gefährden würde
- C16
- Bilder von Tod, Misshandlung oder Verletzung
- D16
- Eingestuftes Material der nationalen Sicherheit
- E16
- Begründung je Schwärzung, im Federal Register und beim Kongress
- Pflicht16
Was geschwärzt oder zurückgehalten wurde
Das Gesetz erlaubt Schwärzungen nur aus fünf eng gefassten Gründen. Das Zurückhalten wegen Peinlichkeit, Rufschädigung oder politischer Empfindlichkeit ist verboten, und jede Schwärzung braucht eine schriftliche Begründung im Federal Register 16,6.
Das Ministerium erklärt auf seinem Portal, Namen von Opfern und andere Angaben zur Person seien geschwärzt worden, in Tonaufnahmen durch einen gleichmäßigen Ton ersetzt 1. Im Bericht an den Kongress vom 14. Februar 2026 führt es aus, zurückgehalten worden sei nur, was unter die Ausnahmen des Gesetzes oder unter Rechtsprivilegien falle 6.
Trotzdem blieb rund die Hälfte des gesammelten Materials unveröffentlicht, und die Größenordnung ist umstritten: Von mehr als sechs Millionen gesammelten Seiten wurden etwa 3,5 Millionen freigegeben 2.
Schon im Dezember 2025 fanden Auswertungen mindestens 550 vollständig geschwärzte Seiten, darunter ein Dokument von 119 Seiten mit der Bezeichnung Grand Jury-NY; mindestens 15 Dateien verschwanden nach der Veröffentlichung wieder 17.
Kurz nach der großen Freigabe räumte das Ministerium Fehler bei den Schwärzungen ein und nahm mehrere tausend Dateien wieder vom Netz; Anwältinnen und Anwälte von Betroffenen berichteten von zahlreichen Stellen mit ungeschwärzten Namen und Kontaktdaten 7. Seit April 2026 prüft die Innenrevision des Ministeriums den gesamten Vorgang 10.
Die Schwärzungspannen vom Februar 2026
Was dabei schiefging, hat einen eigenen Ablauf. Binnen Tagen nach der Freigabe vom 30. Januar 2026 sprach das Ministerium von technischem oder menschlichem Versagen 7.
Um den 2. Februar 2026 schrieb der zuständige Bundesstaatsanwalt in New York den Richtern der Epstein- und der Maxwell-Sache über die Fehler. Anwältinnen und Anwälte von Betroffenen zählten tausende Stellen mit sichtbaren Namen, Mailadressen und Bankdaten und mindestens 31 Betroffene, die identifizierbar blieben 18.
Das Ministerium bezifferte den Anteil auf rund 0,1 Prozent der Seiten. Bei 3,5 Millionen Seiten wären das immer noch mehr als 3.000 19.
Der Bericht nach Paragraf 3 und was darin steht
Paragraf 3 verlangt binnen 15 Tagen nach Abschluss der Freigabe einen Bericht an die Justizausschüsse beider Kammern: welche Kategorien freigegeben und welche zurückgehalten wurden, auf welcher Grundlage geschwärzt wurde und welche Amtsträger und politisch exponierten Personen im Material vorkommen 16.
Der Bericht ging am 14. Februar 2026 heraus, sechs Seiten, gemeinsam unterzeichnet von der Generalstaatsanwältin und ihrem Stellvertreter. Zurückgehalten worden sei allein, was unter die Ausnahmen oder unter Rechtsprivilegien falle: Beratungsvorgänge, Arbeitsergebnisse der Anwaltschaft, Mandatsgeheimnis. Nichts sei wegen Peinlichkeit oder politischer Empfindlichkeit zurückgehalten worden 6.
Angehängt ist eine Liste von Amtsträgern und politisch exponierten Personen, deren Namen mindestens einmal in den freigegebenen Akten vorkommen 20. Der Bericht betont selbst, die Namen stünden in sehr unterschiedlichen Zusammenhängen, bis hin zu Presseberichten ohne Bezug zum Verfahren; diese Rubrik gibt die Liste nicht wieder 6.
Er verweist auf zwei frühere Schreiben an den Kongress; im ersten, vom 19. Dezember 2025, hatte das Ministerium eingeräumt, die Frist von 30 Tagen für den gesamten Bestand nicht zu halten 6,9.
Wie man selbst in den Originalen sucht
Der Einstieg ist das Portal des Justizministeriums. Dort liegen die Datensätze zum Herunterladen, dazu Gerichtsakten aus rund 50 Verfahren und Material aus Anfragen nach dem Informationsfreiheitsgesetz 1.
Für die Insel lohnt sich der Blick in die Datensätze mit Fotos und Liegenschaftsunterlagen sowie in die Gerichtsakten der Jungferninseln 1,3. Eine Übersicht, welcher Datensatz was enthält, hat Al Jazeera als visuelle Anleitung zusammengestellt 3.
Drei Regeln helfen beim Lesen: Erstens auf das Datum des Dokuments achten, nicht auf das Datum der Veröffentlichung. Zweitens Behauptungen aus Klageschriften als Behauptungen kennzeichnen. Drittens nichts aus einer Liste ableiten, in der nur ein Name steht 6.
Was wann entschieden wurde, steht kompakter in den Verfahren rund um die Insel.
Wer die Umsetzung prüft und welches Gesetz noch kommen soll
Seit dem 23. April 2026 prüft die Innenrevision des Ministeriums die Umsetzung des Gesetzes: wie das Material identifiziert, gesammelt und herausgegeben wurde, wie geschwärzt und zurückgehalten wurde und wie das Haus mit Beanstandungen nach der Veröffentlichung umging. Ein Bericht lag Mitte September 2026 nicht vor 10.
Auf Bitte von vier Senatorinnen und Senatoren nahm der Rechnungshof am 28. April 2026 eine zweite Prüfung an, ohne Termin 21.
Der dritte Strang ist ein Gericht. In einer Klage nach Verwaltungsverfahrensrecht verlangte ein Bundesrichter in Washington am 25. Juni 2026 weitere Freigaben oder eine Begründung für jede Zurückhaltung 23. Das Ministerium verteidigte am 2. Juli das Zurückhalten von rund 2,5 Millionen Seiten 29. In der Anhörung am 13. August konnten seine Anwälte einzelne Schwärzungen nicht erklären; der Richter verlangte eine eidesstattliche Erklärung 22.
Parallel liegt ein Nachfolgegesetz vor. Der Entwurf H.R. 9694 vom 15. Juli 2026, Epstein Files Transparency Act II, würde Generalstaatsanwälten der Bundesstaaten, Betroffenen und Abgeordneten ein Klagerecht geben, Betroffenen die Einsicht in ungeschwärzte Unterlagen über sich selbst eröffnen und das Verbergen von Akten unter Sanktion stellen 25,30. Der Entlastungsantrag läuft seit dem 31. August 2026 und hatte am 4. September 106 der nötigen 218 Unterschriften 24.
Was die Akten nicht hergeben
Der Vermerk von Ministerium und Bundespolizei vom 7. Juli 2025 hält nach Prüfung von mehr als 300 Gigabyte Material fest, dass keine belastende Kundenliste gefunden wurde und keine belastbaren Hinweise darauf, dass Epstein prominente Personen erpresst habe 8.
Der Vermerk bestätigt außerdem den Suizid vom 10. August 2019 und stützt sich dabei auf die Auswertung der Videoaufzeichnung des Gefängnistrakts 8.
Für die Insel heißt das: Die Akten liefern Unterlagen zum Betrieb, zu Bauten und zu Reisen, aber sie ersetzen keine Tatsachenfeststellung zu Fragen, die kein Gericht entschieden hat. Was sich an ihnen messen lässt, ordnet Mythen über Epstein Island ein.
Kurzer Test zur Aktenlage
Frage 1 von 4
Wie viele Seiten hat das Justizministerium nach eigenen Angaben veröffentlicht?
Frage 2 von 4
Was darf nach dem Gesetz nicht geschwärzt werden?
Frage 3 von 4
Was fand der Vermerk vom Juli 2025 nicht?
Frage 4 von 4
In wie viele Datensätze ist die Freigabe des Ministeriums geteilt?
Im Spiel
Warum im Spiel keine Akten vorkommen
Epstein Island Game arbeitet nicht mit echten Akten, echten Listen oder echten Namen. Die Handlung ist erfunden, die Figuren sind erfunden, und das bleibt auch so. Diese Rubrik ist der Ort für die Sachlage, das Spiel ist der Ort für Satire.
Das Spiel läuft in Version 0.12.0 im Browser und als Paket für Windows, macOS und Linux, allein oder zu zehnt.
- Die Insel selbst steht in der Übersicht
- Der Eigentümerwechsel steht in Verkauf 2023
- Alle Daten in Reihenfolge stehen in der Zeitleiste
Häufige Fragen
Wo kann man die Epstein-Akten lesen?
Auf dem Portal des US-Justizministeriums, das die Datensätze, Gerichtsakten aus rund 45 Verfahren und Material aus Informationsfreiheitsanfragen bereitstellt 1.
Was steht in den Akten über die Insel?
Nach Auswertungen der Datensätze unter anderem Baupläne, Fotos, Fahrtenbücher, Protokolle von Bootsfahrten, Drohnenaufnahmen und Reiseabsprachen aus den Jahren 2012 bis 2019 3.
Sind alle Akten veröffentlicht?
Nein. Von mehr als sechs Millionen gesammelten Seiten sind rund 3,5 Millionen veröffentlicht; der Rest fällt nach Darstellung des Ministeriums unter die Ausnahmen des Gesetzes oder unter Rechtsprivilegien 2,6.
Gibt es eine Kundenliste?
Der gemeinsame Vermerk von Ministerium und Bundespolizei vom 7. Juli 2025 hält fest, dass bei der Prüfung keine belastende Kundenliste gefunden wurde 8.
Was ist bei den Schwärzungen schiefgegangen?
Nach der Freigabe Ende Januar 2026 räumte das Ministerium Fehler ein und nahm mehrere tausend Dateien vom Netz; seit April 2026 prüft die Innenrevision den Vorgang 7,10.
Bedeutet ein Name in den Akten eine Beschuldigung?
Nein. Namen tauchen in sehr unterschiedlichen Zusammenhängen auf, teils nur in Presseberichten ohne Bezug zum Verfahren 6,3.
Was steht in welchem Datensatz?
Datensatz 1 bis 8 Vernehmungszusammenfassungen und Polizeiberichte aus Florida, 9 E-Mails, 10 Bilder und Videos, 11 Finanzbücher und Fluglisten, 12 Nachlieferungen 3.
Quellen und Belege
Die Nummern im Text verweisen auf diese Liste. Alle Quellen wurden am Stand-Datum des Artikels abgerufen.
- DOJ Disclosures, Epstein Files Transparency Act
- Department of Justice Publishes 3.5 Million Responsive Pages in Compliance with the Epstein Files Transparency Act
- Struggling to navigate the Epstein files? Here is a visual guide
- Oversight Committee Releases Epstein Records Provided by the Department of Justice
- Oversight Committee Releases Records Provided by the Epstein Estate
- Epstein Files Transparency Act, Section 3 Report to Congress
- Government says it's fixing redactions in Epstein-related files that may have had victim information
- Memorandum zur Prüfung der Epstein-Unterlagen
- DOJ releases Epstein files and the first batch is short on new information
- Audit of the Department of Justice's Compliance with the Epstein Files Transparency Act
- Never-before-seen images of Epstein's private island released
- Documents naming people in the orbit of sex offender Jeffrey Epstein are unsealed after a years-long battle over their release
- Second Circuit Addresses Requirements and Considerations for Sealing (and Unsealing) Allegedly Sensitive Documents Filed in Lawsuits
- New Unsealing Decision from Second Circuit
- Jeffrey Epstein contact names revealed in unsealed documents. Here are key takeaways from the files.
- Public Law 119-38, Epstein Files Transparency Act, ausgefertigter Gesetzestext
- Analysis: Extreme redactions undercut Epstein files release
- Epstein victims' lawyers ask judges to force takedown of released files
- DOJ admits redaction errors in Epstein docs while names in files face scrutiny
- Justice Department lists hundreds of prominent people named in Epstein files in letter to Congress
- Epstein Files: Congressional watchdog will probe DOJ's handling of docs
- Judge shows signs of frustration with DOJ attorneys' handling of Epstein files
- Judge orders DOJ to turn over some unredacted Epstein files
- Second Epstein petition looks for Republican support
- H.R. 9694, Epstein Files Transparency Act II, eingebrachter Gesetzentwurf
- Oversight Committee Releases Additional Epstein Estate Documents
- Lawmakers obtain Epstein banking records, release photos of his private island compound
- DEA document in the Epstein files shows a 2010 investigation
- DOJ defends decision to withhold millions of Epstein documents
- Introduction of the Epstein Files Transparency Act II
- New Epstein files released by the Justice Department
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